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Zusammenarbeit
zwischen dem DBV und dem IAT bereits seit Mitte 2009
Im Rahmen der YONEX German
Open Badminton
Championships (02.-07.03.2010 in Mülheim an der Ruhr), bei denen die
zweimalige
Deutsche Meisterin Juliane Schenk
nach Weltklasse-Leistungen das Endspiel des Dameneinzel-Wettbewerbs
erreichte,
haben der Deutsche Badminton-Verband e. V. (DBV) und das Institut für
Angewandte Trainingswissenschaft (IAT) in Leipzig ihre bereits seit
Mitte 2009
laufende Kooperation offiziell besiegelt.
„Wir profitieren mittel- und langfristig von
der Zusammenarbeit – und haben auch schon kurzfristig davon profitiert. Eine
Videoanalyse in dem Umfang durchzuführen, wie es die Mitarbeiter des IAT für
uns machen, hätte der DBV nie geschafft. Dazu fehlt uns die Manpower. Die
Möglichkeiten, die das IAT hat, werden für uns über einen längeren Zeitraum
sehr hilfreich sein“, zeigte sich DBV-Sportdirektor Martin Kranitz schon jetzt
sehr angetan.
Leistungssport zu betreiben sei ohne
wissenschaftliche Unterstützung künftig kaum mehr möglich. Daher habe man beim
Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) einen entsprechenden Antrag gestellt,
erläuterte Martin Kranitz. „Wir sind sehr zufrieden, wie sich die
Zusammenarbeit entwickelt“, meinte der DBV-Sportdirektor.
Umgekehrt ist dem IAT daran gelegen,
Sportarten, die aufstreben und „in denen man etwas bewegen kann“, in seine
Arbeit einzubeziehen, wie PD Dr. Dirk Büsch, Leiter des Fachbereichs
Technik-Taktik am IAT, in welchen die Sportart Badminton eingegliedert ist,
betont. Beide Aspekte träfen auf die Rückschlagsportart zu. Als Fachgruppenleiter Badminton im IAT ist seit
Mai 2009 Wolf Gawin tätig. Der Diplom-Sportwissenschaftler fungiert
zugleich als Wissenschaftlicher Koordinator im DBV, d.h. er betreut und
koordiniert alle wissenschaftlichen Projekte.
„So geht es beispielsweise bei der computergestützten
Spielanalyse um die Evaluierung der taktischen Muster nationaler und
internationaler Spitzenathleten, um Leistungsunterschiede zwischen Sportlern
unterschiedlichen Niveaus qualitativ und quantitativ zu belegen. Solche
Analysen und die Entwicklung von Spielerprofilen dienen unter anderem der
gezielten Vorbereitung auf zu erwartende Gegner. Darüber hinaus sollen
bisherige Technikanalysen durch die Messung der Druckkräfte am Schlägergriff
erweitert werden, um den Verlauf der Kraftentwicklung am Schlägergriff
darzustellen. Dadurch wird die Analyse eines wichtigen Parameters der
Schlagtechnik – die Untersuchung der Schnittstelle zwischen Spieler und
Sportgerät – angestrebt. Letztlich soll die Effektivität der analysierten Schlagtechniken
verbessert werden“, gibt PD Dr. Dirk Büsch Beispiele.
Die Kooperationsvereinbarung zwischen dem Spitzenverband
und der Forschungseinrichtung für den deutschen Leistungssport lehnt sich an
den aktuellen Olympiazyklus an, d.h. sie endet Ende 2012. Sowohl DBV-Präsident
Karl-Heinz Kerst als auch PD Dr. Dirk Büsch machten jedoch deutlich, dass ihnen
an einer Zusammenarbeit über das Jahr 2012 hinaus gelegen ist.
Dr.
Claudia Pauli
(Pressesprecherin
DBV)
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